Grundlagen Paarbogen
ISY Fragebogen „Beziehungsbedürfnisse und Zuwendung“
Wissenschaftliche und methodische Begründung einer eigenständigen Web-Adaptation
Stand: 20. August 2026
1. Zweck und Einordnung
Der ISY Fragebogen „Beziehungsbedürfnisse und Zuwendung“ ist als Reflexionsinstrument für erwachsene Personen in Paarbeziehungen konzipiert. Er soll Gespräche darüber erleichtern, welche Formen von Zuwendung eine Person in ihrer Beziehung wünscht, wie stark sie diese aktuell erlebt und wie stark sie dieselben Formen selbst in die Beziehung einbringt. Das Instrument ist kein klinisch-diagnostischer Test, kein normierter Partnerschaftstest und ersetzt keine fachliche Beratung oder Therapie.
Die Konstruktion folgt damit der Grundidee des bereits vorhandenen ISY-Fragebogens für Lehrkräfte: Nicht ein einzelner „Typ“ soll bestimmt werden, sondern ein mehrdimensionales Profil, das persönliche Präferenzen bzw. Bedürfnisse einer erlebten Realität gegenüberstellt. Im vorhandenen Lehrkräfte-Instrument wird ausdrücklich zwischen persönlichen Präferenzen und erlebter Realität unterschieden; die daraus entstehenden Prozent- und Netzwerte sind als Reflexions- und nicht als Normwerte ausgewiesen.
2. Ausgangspunkt: Zenodo-Fragebogen von Philipp Riehm
Der Zenodo-Datensatz „Fragebogen zum Erleben der Beziehungsqualität (Langform)“ wurde am 27. Februar 2026 als Version v1 veröffentlicht. Die Beschreibung nennt 43 Items und ordnet den Fragebogen als Screeninginstrument für die Paartherapie ein. Er soll Unterschiede zwischen Bedürfnissen und deren Befriedigung bei beiden Partnern sichtbar machen. Als methodische Grundlagen werden die „10 Love Languages“ nach Flicker et al. (2025) sowie das von Ulrich Clement beschriebene Import-Export-Problem genannt. Zugleich weist der Datensatz ausdrücklich darauf hin, dass der Fragebogen empirisch noch nicht validiert ist und sich in Erprobung befindet.
Auf seiner begleitenden Website beschreibt Riehm die praktische Logik näher: Für jeden der zehn Bereiche werden auf einer Skala von 0 bis 10 drei Perspektiven erhoben – was eine Person aktuell vom Partner erhält, wie stark sie selbst diesen Bereich aktiv gibt und welches Niveau sie in diesem Bereich benötigt. Riehm weist außerdem darauf hin, dass die zugrunde liegenden empirischen Daten aus den USA stammen und eine Übertragung in den deutschsprachigen Raum kulturell abweichende Strukturen ergeben könnte.
Die vorliegende ISY-Fassung übernimmt diese Grundlogik, aber nicht den Wortlaut des Zenodo-Fragebogens. Die Items wurden vollständig neu formuliert. Das ist sowohl methodisch sinnvoll – weil ein eigenständiges Reflexionsinstrument entstehen soll – als auch urheberrechtlich vorsichtig, da in der eingesehenen Zenodo-Darstellung kein konkreter Lizenztext ausgewiesen war.
3. Empirischer Hintergrund der zehn Bereiche
Flicker et al. (2025) untersuchten in drei Studien Personen in längerfristigen Beziehungen in den USA (N = 696, 500 und 499). Statt Chapmans fünf Kategorien ausschließlich top-down vorzugeben, verwendeten sie einen bottom-up-orientierten Ansatz mit explorativen und konfirmatorischen Faktorenanalysen. Lösungen mit sieben bis zehn Faktoren passten besser zu den Daten und sagten Beziehungsqualität besser vorher als eine Fünf-Faktoren-Lösung. Die 10-Faktoren-Lösung umfasste 43 Items.
Die in der Literatur berichteten zehn Bereiche lassen sich als Accountability and Compromise, Physical Intimacy, Verbal Affirmation, Encouragement of Individual Pursuits, Gifts, Disclosure, Social Network Integration, Support in Difficult Times, Pampering und Acts of Service beschreiben. Die deutschen Bezeichnungen im ISY-Fragebogen sind Arbeitsübersetzungen und inhaltliche Adaptationen, keine autorisierte Übersetzung einer Originalskala.
Eine anschließende Studie von Flicker, Sancier-Barbosa und Impett (2025) spricht gegen die Vorstellung, dass die meisten Menschen eine einzige klar identifizierbare „primäre Liebessprache“ besitzen und nur deren passende Erfüllung entscheidend ist. Stattdessen war Beziehungsqualität stärker mit Zufriedenheit über ein breiteres Spektrum liebevoller Verhaltensweisen verbunden. Besonders robust traten verbale Anerkennung, Förderung persönlicher Ziele, Unterstützung in schwierigen Zeiten und Verantwortungsübernahme hervor.
Diese Befunde passen zu einer bereits 2024 veröffentlichten kritischen Übersicht von Impett, Park und Muise. Diese fand keine starke empirische Unterstützung für drei Kernannahmen des populären Fünf-Liebessprachen-Modells: genau eine primäre Sprache pro Person, genau fünf Sprachen und einen besonderen Vorteil durch „Matching“. Die Autorinnen schlagen stattdessen die Metapher einer ausgewogenen Ernährung vor: Verschiedene Formen von Zuwendung können gleichzeitig bedeutsam sein und ihre Relevanz kann je nach Situation variieren.
4. Konsequenzen für die Konstruktion des ISY-Fragebogens
- Kein Typentest: Es wird keine einzelne „Hauptsprache“ bestimmt. Alle zehn Bereiche werden als eigenständige Profilwerte betrachtet.
- Drei Perspektiven pro Aussage: Erleben (was kommt bei mir an?), Geben (was bringe ich selbst ein?) und Wunsch (wie stark wünsche ich mir dies?).
- Einheitliche 1–4-Skala: Die drei Perspektiven werden mit denselben vier Antwortstufen erfasst (1 = gar nicht/kaum, 2 = eher wenig, 3 = eher stark, 4 = sehr stark). Dadurch bleiben die drei Profile direkt vergleichbar und die Bedienung ist kompakt.
- Vier neu formulierte Items pro Bereich: Die Web-Fassung umfasst 40 Aussagen. Das ist bewusst keine Rekonstruktion der 43 Originalitems, sondern ein eigenständiger, symmetrischer Itempool.
- Keine Normierung: Mittelwerte, Netzgrafik und Differenzen sind Gesprächs- und Reflexionshilfen. Es existieren keine Grenzwerte für „gute“ oder „schlechte“ Beziehungen.
- Partnervergleich nur bei zwei getrennten Selbstauskünften: Ein einzelner Fragebogen kann nicht feststellen, ob das, was eine Person gibt, vom Gegenüber tatsächlich gewünscht wird. Dafür müssen beide Personen getrennt ausfüllen und ihre Profile gemeinsam vergleichen.
5. Die zehn Reflexionsdimensionen
| ISY-Dimension | Forschungslabel | Was wird erfasst? | Begründung der Aufnahme |
|---|---|---|---|
| Verbale Anerkennung | Verbal Affirmation | Wertschätzende, dankbare und zugewandte Worte. | In den neueren Love-Language-Studien ein eigenständiger Bereich; in der Follow-up-Studie besonders robust mit Beziehungsoutcomes verbunden. |
| Förderung persönlicher Ziele | Encouragement of Individual Pursuits | Rückhalt für persönliche Entwicklung, Interessen und Vorhaben. | In der 10-Faktoren-Struktur vom verbalen Bestärken getrennt; in der Follow-up-Studie besonders relevant. |
| Verantwortung & Kompromiss | Accountability and Compromise | Verantwortungsübernahme, Entschuldigung, Verlässlichkeit und gemeinsames Aushandeln. | Erweitert das klassische Liebessprachenmodell um konstruktive Konflikt- und Verantwortungsprozesse. |
| Körperliche Nähe & Intimität | Physical Intimacy | Zärtliche Berührung, körperliche Verbundenheit und einvernehmliche intime Nähe. | Entspricht einem eigenständigen körperlich-intimen Ausdrucksbereich; Grenzen und Freiwilligkeit sind für die Anwendung zentral. |
| Geschenke & symbolische Aufmerksamkeiten | Gifts | Gegenständliche oder symbolische Zeichen des An-die-andere-Person-Denkens. | Bleibt auch in erweiterten Faktorenlösungen als unterscheidbarer Bereich erhalten. |
| Offenheit & Selbstoffenbarung | Disclosure | Gefühle, Gedanken, Bedürfnisse und Verletzlichkeit mitteilen. | Geht über die fünf klassischen Kategorien hinaus und bildet Beziehungsnähe durch persönliche Offenheit ab. |
| Soziale Einbindung | Social Network Integration | Einbindung des Partners in relevante soziale Beziehungen und Respekt für dessen Netzwerk. | Auch Forschung zu Beziehungserhaltung beschreibt soziale Integration als bedeutsames Verhalten außerhalb der klassischen fünf Kategorien. |
| Unterstützung in schwierigen Zeiten | Support in Difficult Times | Emotionale Präsenz, Rückhalt und konkrete Unterstützung bei Belastung. | In der erweiterten Struktur eigenständig und in der Follow-up-Studie besonders robust mit Beziehungsqualität verbunden. |
| Verwöhnen & persönliche Fürsorge | Pampering | Gezielte kleine Wohlfühl- und Fürsorgegesten. | Wurde in der bottom-up-basierten Erweiterung als eigener Bereich von Hilfsbereitschaft und Geschenken unterscheidbar. |
| Hilfsbereitschaft & praktische Entlastung | Acts of Service | Konkrete Hilfe bei Aufgaben, Organisation und Alltagsbelastung. | Entspricht dem klassischen Bereich praktischer Unterstützung und bleibt in der erweiterten Struktur erhalten. |
6. Antwortformat und Auswertung
6.1 Antwortformat
Jede der 40 Aussagen wird dreimal auf derselben Skala von 1 bis 4 eingeschätzt:
- Erleben: 1 = erlebe ich gar nicht/kaum, 2 = eher wenig, 3 = eher stark, 4 = sehr stark.
- Geben: 1 = bringe ich gar nicht/kaum ein, 2 = eher wenig, 3 = eher stark, 4 = sehr stark.
- Wunsch: 1 = wünsche ich mir gar nicht/kaum, 2 = eher wenig, 3 = eher stark, 4 = sehr stark.
6.2 Dimensionswerte
Für jeden Bereich wird der Mittelwert der vier zugehörigen Aussagen getrennt für Erleben, Geben und Wunsch gebildet. Die Werte bleiben auf der Skala 1 bis 4. Dadurch sind sie unmittelbar verständlich und werden nicht als Norm- oder Diagnosewerte ausgegeben.
6.3 Passungsdifferenz
Als zusätzliche Reflexionsgröße wird Wunsch minus Erleben berechnet. Positive Werte zeigen Bereiche, in denen die gewünschte Intensität höher liegt als das aktuell wahrgenommene Erleben. Negative Werte zeigen, dass der Bereich aktuell stärker erlebt wird, als er als persönlicher Wunsch angegeben wurde. Diese Differenz ist keine validierte Defizitskala und erhält deshalb bewusst keine diagnostischen Schwellenwerte.
6.4 Partnervergleich
Wenn beide Partner den Fragebogen getrennt ausfüllen, lassen sich zwei Arten von Passung besprechen: (1) der individuelle Import – passt das Erleben einer Person zu ihrem Wunsch? – und (2) der mögliche Export – passt das selbst berichtete Geben von Person A zum Wunsch von Person B und umgekehrt? Dieser zweite Vergleich ist näher an Clements Import-Export-Idee, darf aber ebenfalls nur als Gesprächsanlass verstanden werden.
7. Vergleich mit dem Zenodo-Fragebogen und eigenständige ISY-Formulierungen
Die ISY-Fassung übernimmt vom Zenodo-Ausgangspunkt die mehrdimensionale Betrachtung und die drei Perspektiven auf erhaltene/erlebte Zuwendung, eigenes Geben und persönlichen Wunsch. Sie übernimmt jedoch weder die 43 Items noch deren Wortlaut. Die aktuelle ISY-Webfassung verwendet 40 eigenständig formulierte Aussagen, vier pro Bereich, und eine kompakte 1–4-Skala. Die folgende Übersicht zeigt die inhaltliche Entsprechung und die wichtigsten Neuformulierungen bzw. Erweiterungen.
| Zenodo/Forschungsbereich | ISY-Bereich | Entsprechung bzw. Neuformulierung |
|---|---|---|
| Verbal Affirmation | Verbale Anerkennung | Inhaltlich eng entsprechend; neu formuliert als glaubwürdige Wertschätzung, Dankbarkeit und ausdrücklich gezeigte Verbundenheit. |
| Encouragement of Individual Pursuits | Förderung persönlicher Ziele | Entsprechung mit zusätzlicher Betonung von Freiraum, Eigenständigkeit und persönlichen Entwicklungswegen. |
| Accountability and Compromise | Verantwortung & Kompromiss | Entsprechung; ISY konkretisiert Fehlerverantwortung, Entschuldigung, Wiedergutmachung, Absprachen und tragfähige Kompromisse. |
| Physical Intimacy | Körperliche Nähe & Intimität | Entsprechung mit ausdrücklicher Ergänzung von Einvernehmlichkeit, Freiwilligkeit sowie dem Respekt vor Grenzen und Signalen. |
| Gifts | Geschenke & symbolische Aufmerksamkeiten | Entsprechung; stärker auf persönliche Bedeutung, gemeinsame Geschichte und symbolisches „An-dich-Denken“ bezogen. |
| Disclosure | Offenheit & Selbstoffenbarung | Entsprechung; ISY fasst Gefühle, Sorgen, Bedürfnisse und verletzliche Seiten zusammen und bindet Selbstoffenbarung an vorhandenes Vertrauen. |
| Social Network Integration | Soziale Einbindung | Entsprechung mit zusätzlichem Schwerpunkt auf dem Respekt vor den eigenen sozialen Bindungen und deren Eigenständigkeit. |
| Support in Difficult Times | Unterstützung in schwierigen Zeiten | Entsprechung; ISY ergänzt emotionale Validierung, Erreichbarkeit und gemeinsame Suche nach Entlastung statt vorschneller Problemlösung. |
| Pampering | Verwöhnen & persönliche Fürsorge | Entsprechung; alltagsnah als kleine Wohlfühlmomente, Umsorgen und aufmerksame Fürsorge neu formuliert. |
| Acts of Service | Hilfsbereitschaft & praktische Entlastung | Entsprechung; ISY betont Eigeninitiative, praktische Entlastung und geteilte Verantwortung bei gemeinsamen Aufgaben. |
Methodischer Hinweis: Der Zenodo-Fragebogen nutzt in der beschriebenen Fassung eine 0–10-Skala. Die aktuelle ISY-Umsetzung nutzt bewusst 1–4, um die Bedienung der Webfragebögen zu vereinheitlichen. Diese Skalenentscheidung ist eine ISY-Konstruktionsentscheidung und keine aus den genannten Studien abgeleitete Validierung.
8. Interpretation und Grenzen
- Der Fragebogen ist ein Reflexionsinstrument und kein normierter, klinischer oder diagnostischer Test.
- Die zehn Bereiche sind forschungsnah, die konkrete ISY-Itemfassung ist jedoch neu entwickelt und psychometrisch nicht validiert.
- Die 2025 berichtete Faktorenstruktur basiert auf US-amerikanischen Stichproben. Kulturelle Übertragbarkeit in den deutschsprachigen Raum ist nicht gesichert.
- Die Selbstauskunft erfasst Wahrnehmungen. Sie misst weder objektiv das Verhalten des Partners noch dessen Absichten.
- Hohe Werte sind nicht automatisch positiv. Beispielsweise können körperliche Nähe, Hilfe oder soziale Einbindung nur dann beziehungsförderlich sein, wenn sie freiwillig, passend und respektvoll sind.
- Unterschiede zwischen Wunsch und Erleben können wichtige Gesprächsanlässe sein, sind aber kein Beweis für eine Beziehungsstörung.
- Für wissenschaftliche Forschung wären Pilotierung, Itemanalyse, Faktorenprüfung, Reliabilität, konvergente/diskriminante Validität sowie idealerweise dyadische Validierung mit Paaren erforderlich.
9. Literatur und Online-Quellen
- Riehm, P. (2026). Fragebogen zum Erleben der Beziehungsqualität (Langform), Version v1. Zenodo. DOI: 10.5281/zenodo.18804299.
- Riehm, P. (2026). Fragebogen zum Erleben der Beziehungsqualität – begleitende Erläuterung auf der Website „Paartherapie bei Doc Philipp“. Abgerufen am 18.08.2026.
- Flicker, S. M., Sancier-Barbosa, F., Clemons-Castanos, C., Field, S., Jackson-Zambon, S., Phelan, M., & Impett, E. A. (2025). How Many Love Languages Are There? Examining Chapman’s Five Love Languages Using a Bottom-Up Approach. Journal of Marital and Family Therapy, 51(4), e70072. DOI: 10.1111/jmft.70072.
- Flicker, S. M., Sancier-Barbosa, F., & Impett, E. A. (2025). Revisiting the Five Love Languages Framework: Toward a More Flexible Model of Love Expression. Journal of Marital and Family Therapy, 51(4), e70078. DOI: 10.1111/jmft.70078.
- Impett, E. A., Park, H. G., & Muise, A. (2024). Popular Psychology Through a Scientific Lens: Evaluating Love Languages From a Relationship Science Perspective. Current Directions in Psychological Science, 33(2), 87–92. DOI: 10.1177/09637214231217663.
- Clement, U. (2004). Systemische Sexualtherapie. Stuttgart: Klett-Cotta. (Als theoretischer Bezug für das von Riehm aufgegriffene Import-Export-Problem.)
Anhang A – Itempool der ISY-Webfassung
Die folgenden 40 Aussagen sind eigenständige Formulierungen. Jede Aussage wird in den drei Perspektiven Erleben, Geben und Wunsch bewertet.
A. Verbale Anerkennung
- Wertschätzende Worte für das, was ich bin und einbringe.
- Ehrliche Komplimente, die persönlich und glaubwürdig sind.
- Ausgesprochene Dankbarkeit für kleine und große Dinge im Alltag.
- Worte, die Zuneigung und Verbundenheit ausdrücklich zeigen.
B. Förderung persönlicher Ziele
- Interesse an meinen persönlichen Zielen, Ideen und Vorhaben.
- Ermutigung, eigene Interessen und Entwicklungsschritte zu verfolgen.
- Rückhalt, wenn ich etwas Neues lernen, ausprobieren oder verändern möchte.
- Freiraum dafür, dass ich auch eigene Wege und Interessen pflegen kann.
C. Verantwortung & Kompromiss
- Verantwortung für eigene Fehler oder verletzendes Verhalten übernehmen.
- Sich ehrlich entschuldigen und bei Bedarf etwas wiedergutmachen.
- Bei unterschiedlichen Bedürfnissen gemeinsam tragfähige Kompromisse suchen.
- Absprachen ernst nehmen und Konflikte nicht einseitig dem anderen überlassen.
D. Körperliche Nähe & Intimität
- Liebevolle Berührungen im Alltag, zum Beispiel eine Umarmung oder Berührung im Vorbeigehen.
- Körperliche Nähe wie Kuscheln, Anlehnen oder Händchenhalten.
- Körperliche Zuwendung, die aufmerksam auf meine Grenzen und Signale abgestimmt ist.
- Intime oder sexuelle Nähe so gestalten, dass sie sich für beide stimmig und freiwillig anfühlt.
E. Geschenke & symbolische Aufmerksamkeiten
- Kleine persönliche Aufmerksamkeiten, die zeigen: Ich habe an dich gedacht.
- Geschenke, die zu meinen Interessen, Wünschen oder unserer gemeinsamen Geschichte passen.
- An besondere Anlässe oder für uns bedeutsame Momente denken.
- Mit einer kleinen Sache oder Geste etwas sichtbar machen, das mir Freude bereiten soll.
F. Offenheit & Selbstoffenbarung
- Eigene Gefühle offen mit mir teilen.
- Gedanken, Sorgen oder Unsicherheiten ansprechen, statt sie dauerhaft zurückzuhalten.
- Wünsche und Bedürfnisse in der Beziehung verständlich benennen.
- Persönliche Erfahrungen und verletzliche Seiten zeigen, wenn Vertrauen da ist.
G. Soziale Einbindung
- Interesse an Menschen zeigen, die mir wichtig sind.
- Mich selbstverständlich in das eigene soziale Umfeld einbeziehen.
- Gemeinsame Beziehungen, Freundschaften oder soziale Rituale mit mir pflegen.
- Meine wichtigen sozialen Bindungen respektieren und ihnen angemessen Raum geben.
H. Unterstützung in schwierigen Zeiten
- Mir aufmerksam zuhören, wenn ich belastet, traurig oder verunsichert bin.
- In schwierigen Phasen emotional erreichbar und verlässlich sein.
- Mir Rückhalt geben, ohne meine Gefühle kleinzureden oder sofort lösen zu müssen.
- In Krisen oder hoher Belastung konkret mit mir nach Entlastung und Lösungen suchen.
I. Verwöhnen & persönliche Fürsorge
- Mir gelegentlich bewusst etwas Gutes tun, einfach weil es mir Freude macht.
- Kleine Wohlfühlmomente schaffen, die zu mir und meinen Vorlieben passen.
- Mich umsorgen, wenn ich erschöpft bin oder eine Pause brauche.
- Mit liebevoller Aufmerksamkeit zeigen, dass mein Wohlbefinden wichtig ist.
J. Hilfsbereitschaft & praktische Entlastung
- Alltagsaufgaben übernehmen, ohne dass ich immer ausdrücklich darum bitten muss.
- Mich praktisch unterstützen, wenn bei mir besonders viel anfällt.
- Erledigungen oder organisatorische Dinge übernehmen, die mich spürbar entlasten.
- Bei gemeinsamen Aufgaben zuverlässig mit anpacken und Verantwortung teilen.